LONGi Solar und Globenergia veröffentlichen PV-Marktbericht 2025: Reifere Entscheidungen, steigende Technologieakzeptanz
Der polnische Solarmarkt tritt in eine neue Phase ein

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November 21, 2025
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Nadine Bütow
Head of Corporate Communications, LONGi Distributed Generation Europe
nadinebuetow@longi.comLONGi Solar und die polnische Publikation für erneuerbare Energien Globenergia haben die neue nationale Studie „Photovoltaik in Polen. Stimme der Industrie und des Prosumers 2025“ veröffentlicht. Der Bericht basiert auf 723 Umfrageantworten, darunter 414 von Prosumern und 309 von Branchenvertretern, und bietet ein detailliertes Bild eines Marktes, der sich im strukturellen Wandel befindet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zahl der Neuanlagen im Bereich Photovoltaik weiter wächst, jedoch mit spürbar geringerer Geschwindigkeit im Vergleich zu den Vorjahren. Gleichzeitig deuten mehrere Indikatoren auf einen ausgereifteren Markt hin: Rund 27–29 Prozent der Einfamilienhäuser verfügen bereits über eine PV-Anlage, Kaufentscheidungen priorisieren zunehmend Technologie, Leistung und Langlebigkeit gegenüber dem Preis, und sowohl Installateure als auch Prosumer bewerten ihre Kenntnisse über Kernkomponenten wie PV-Module, Wechselrichter und Energiespeicher als gut.
Das Wachstum in Polen setzt sich fort, doch der Markt verlangsamt sich im Vergleich zu früheren Jahren deutlich
Der Bericht verzeichnet bis August 2025 1.582.629 Mikroinstallationen, gegenüber 1.526.123 im Januar 2025 und 1.392.821 im Januar 2024. Dies bestätigt eine anhaltende Expansion, jedoch in einem deutlich geringeren Tempo als in früheren Perioden. Zum Vergleich: Der Zuwachs zwischen 2021 und 2022 überstieg 83 Prozent, während das Wachstum zwischen Januar und August 2025 nur 3,8 Prozent erreichte. Der Bericht beschreibt dies als eine Verschiebung hin zu Stabilisierung und Reife, nicht als Rückgang der Akzeptanz.
Prosumer-Sättigung begrenzt die Geschwindigkeit der weiteren Expansion
Schätzungsweise 27–29 Prozent der Einfamilienhäuser in Polen sind bereits mit PV-Anlagen ausgestattet. Da fast jedes dritte geeignete Dach Solarstrom erzeugt, schrumpft der Pool der Neukunden im Privatsektor naturgemäß. Infolgedessen verschiebt sich die Marktdynamik zunehmend auf System-Upgrades, die Integration von Speichern und die Optimierung bestehender PV-Anlagen.
Prosumer zeigen ein deutlich stabileres und positiveres Sentiment im Vergleich zu 2024
Prosumer bewerten die Situation der Photovoltaik in Polen positiver als im Vorjahr. Im Jahr 2024 beschrieben 33 Prozent die Situation als „sehr schlecht“; im Jahr 2025 sank dieser Wert auf 12 Prozent, wobei die meisten Befragten nun „durchschnittlich“ wählten. Der Bericht hebt mehrere Faktoren hervor, die zur schlechten Wahrnehmung des PV-Marktes im Jahr 2024 beigetragen haben. Dazu gehören regulatorische Unsicherheit, Änderungen bei Förderprogrammen, weit verbreitete Unzufriedenheit mit dem Net-Billing-Abrechnungssystem, eine Verlangsamung bei neuen Netzanschlüssen, eine steigende Prosumer-Sättigung und zunehmender Preisdruck in der gesamten Branche. Im Jahr 2025 hat sich dieses Bild merklich stabilisiert. Nur noch 12 Prozent der Prosumer bezeichnen die Situation als „sehr schlecht“, und die meisten Befragten bewerten sie als „durchschnittlich“.
Net-Billing ist die größte Hürde für Neuinstallationen
Für 62 Prozent der Prosumer ist Net-Billing der Haupthinderungsgrund bei der Betrachtung von PV-Investitionen. Installateure stufen Net-Billing ähnlich als wesentliche Hürde ein, oft zusammen mit Unsicherheiten bei der Gesetzgebung und Genehmigungsverfahren. Bedenken bestehen hinsichtlich der Vorhersagbarkeit der Erträge und der Komplexität des Systems; der Bericht identifiziert regulatorische Klarheit als Schlüsselbedarf für zukünftiges Wachstum.
Installateure sehen sich Preisdruck und weniger Aufträgen gegenüber und gestalten eine vorsichtige Branchenaussicht
Branchenvertreter nennen am häufigsten intensiven Preiswettbewerb (40 Prozent) und einen Rückgang der Aufträge (35 Prozent) als aktuelle Marktgegebenheiten. Dies spiegelt ein herausforderndes Umfeld wider, in dem Unternehmen zunehmend auf Effizienzsteigerungen und Service-Differenzierung setzen. Trotz dieses Drucks plant die Mehrheit, im Sektor tätig zu bleiben, was Widerstandsfähigkeit signalisiert.
Förderprogramme bleiben zentral für die Investitionssicherung
Sowohl Prosumer als auch die Industrie schätzen öffentliche Unterstützung sehr. 93 Prozent der Installateure fordern die Fortsetzung oder Neugestaltung von „Mój Prąd“, einem staatlichen Förderprogramm in Polen, das Haushalte bei der Installation kleiner erneuerbarer Energiesysteme unterstützt. Ziel ist es, die Beteiligung von Prosumern zu erhöhen und den Übergang des Landes zu dezentraler Energie zu unterstützen.
74 Prozent der Prosumer sind der Meinung, dass finanzielle Förderprogramme für Haushalte beibehalten werden sollten. Öffentliche Mittel bleiben der einflussreichste Treiber für die PV-Akzeptanz, noch vor Ausrüstungspreisen oder der Verfügbarkeit von Installateuren.
Wahl der Technologie, Leistung und Langlebigkeit überwiegen zunehmend den Preis bei der Systemauswahl
Die Entscheidungsfindung der Prosumer wird technologisch versierter, und der Bericht zeigt eine klare Verschiebung hin zu Hochleistungs-Modularchitekturen, einschließlich Back Contact (BC)-Lösungen. Technische Leistung und Effizienz rangieren nun als wichtigste Kriterien für Prosumer (27 Prozent) und übertreffen den Preis (21 Prozent). Installateure bestätigen den gleichen Trend und stellen fest, dass Kunden Module zunehmend anhand von Langzeit-Haltbarkeit, Degradationsverhalten und realer Energieproduktion bewerten, insbesondere bei schwachen Lichtverhältnissen.
Marktverschiebungen unterstreichen steigendes Bewusstsein für Back Contact Technologie
Der Bericht weist auch auf eine zunehmende Präsenz der Back Contact-Technologie auf dem polnischen Markt hin. In der Technologieübersicht heißt es, dass Back Contact-Module aufgrund ihrer hohen Effizienz, ihrer starken Leistung in den Morgen- und Abendstunden sowie ihres überlegenen Betriebs bei diffusem Licht einen wachsenden Anteil gewinnen. Die Daten zur Technologieerkennung durch Installateure stützen diese Tendenz weiter: Das Bewusstsein der Installateure für IBC- und HJT- + Back Contact-Hybriddesigns befindet sich noch in einem frühen Stadium, doch die wachsende Anerkennung dieser Technologien zeigt, dass Back Contact-Lösungen bereits auf dem polnischen Markt präsent sind und stetig an Sichtbarkeit gewinnen. Darüber hinaus identifizieren 13 Prozent Module mit integrierter Verschattungsoptimierung, eine Funktion, die der Bericht explizit mit BC/IBC-Architekturen in Verbindung bringt und feststellt, dass verschattungsoptimierte Module „direkt mit den Designprinzipien von IBC/BC assoziiert“ sind.
Zusammengenommen zeigen diese Ergebnisse, dass die wachsende Betonung von Leistung, Zuverlässigkeit und fortschrittlicher Funktionalität auf dem Markt mit einem erhöhten Bewusstsein und einer zunehmenden Akzeptanz von Back Contact-Lösungen korrespondiert, die eng mit den Attributen übereinstimmen, die Prosumer und Installateure jetzt priorisieren.

Die Akzeptanz von Energiespeichern wird zum Mainstream
Eine beträchtliche Anzahl von 66 Prozent der Prosumer besitzt entweder ein Heim-Energiespeichersystem oder plant dessen Installation. Typische Haushaltsbatterien liegen zwischen 8–15 kWh, oft kombiniert mit EMS-Lösungen (Energy Management System), die den Eigenverbrauch erhöhen und bei der Navigation durch die Net-Billing-Dynamik helfen. Dies markiert einen bemerkenswerten Wandel hin zu größerer Energieunabhängigkeit und Systemintegration.
Betriebliche Probleme sind hauptsächlich auf Netzbedingungen und nicht auf Geräteausfälle zurückzuführen
Die am häufigsten gemeldeten Probleme stammen von externen Faktoren: Überspannungsabschaltungen (17–20 Prozent) aufgrund lokaler Netzengpässe und WLAN- oder Wechselrichter-Kommunikationsprobleme (14–20 Prozent). Geräteausfälle bleiben relativ selten. Wichtig ist, dass 52 Prozent der Prosumer überhaupt keine Probleme melden, was eine hohe Gerätequalität und verbesserte Installationsstandards widerspiegelt.
Die Kenntnisse sind in technischen Kernbereichen hoch, in regulatorischen Themen jedoch schwächer
Installateure und Prosumer bewerten ihre Kenntnisse über PV-Module, Wechselrichter und Energiespeicher durchweg als „gut“, was eine starke Vertrautheit mit wesentlichen PV-Technologien zeigt. Weniger robust sind die Kenntnisse bei dynamischen Tarifen, Bauvorschriften und Netzanschlussverfahren, die von den Befragten als komplex angesehen werden. Diese Lücken spiegeln den fortgesetzten Bedarf an klarerer administrativer und regulatorischer Anleitung wider.
Daniel Moczulski, Sales Director CEE, LONGi Solar (DG), schloss: „Die diesjährige Studie bestätigt eine entscheidende Verschiebung auf dem polnischen Solarmarkt. Haushalte bewerten Photovoltaikanlagen heute mit einer weitaus reiferen Denkweise und blicken über die Anschaffungskosten hinaus auf die Stabilität, Leistung und den langfristigen Wert ihrer Installation. Diese Entwicklung spiegelt einen Markt wider, der nicht mehr von der Begeisterung der Early Adopters angetrieben wird, sondern von klaren Erwartungen an Qualität und Zuverlässigkeit. Wir sehen auch die ersten Anzeichen des nächsten technologischen Zyklus. Back Contact-Architekturen sind in Polen noch im Entstehen, doch ihre wachsende Sichtbarkeit bei Installateuren zeigt, dass sich der Markt für effizientere Lösungen öffnet. Für LONGi ist Back Contact kein Experiment, sondern die strategische Ausrichtung unserer globalen F&E. Wir sind bestrebt, diese Technologie zur breiten Akzeptanz zu bringen und sowohl die Effizienz als auch die Widerstandsfähigkeit von Dachanlagen im ganzen Land zu erhöhen.“
Der vollständige Bericht (polnisch) kann hier heruntergeladen werden. Photovoltaik in Polen – Stimme der Industrie und des Prosumers
