Die Rückverfolgbarkeit der Solarlieferkette reduziert das regulatorische Risiko bei der europäischen Beschaffung

Datum
April 27, 2026
Lesezeit
3
Minuten
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Lieferantenaudits erreichten eine 100-prozentige Abdeckung zur Unterstützung der ESG-Compliance
Die Prüfungen der Hauptlieferantenbasis bei LONGi erreichten im Berichtszeitraum 2024 eine 100-prozentige Abdeckung. Diese Daten bestätigen, dass jeder Tier-1-Partner einer systematischen Überprüfung der Einhaltung von Umwelt- und Sozialvorschriften unterzogen wurde.
Europäische Beschaffungsteams stehen zunehmend vor der Herausforderung, vorgelagerte Materialherkünfte zu überprüfen und gleichzeitig die Projektzeitpläne einzuhalten. Transparente Lieferketten werden zu einer wichtigen Voraussetzung, um regulatorische und Reputationsrisiken zu mindern.
Das Beschaffungssystem von LONGi erfüllt diese Anforderung durch eine vollständige Lieferantenabdeckung, standardisierte Due-Diligence-Prozesse und integrierte ESG-Governance-Strukturen.
Standardisierte Beschaffungssysteme validieren Umwelt- und Sozialkriterien bereits beim Einkauf
Die Gruppe etablierte ein dreistufiges Führungsmodell zur Steuerung der Beschaffungsrisiken, das direkt vom Strategie- und Nachhaltigkeitsausschuss beaufsichtigt wird. LONGi war das erste Unternehmen der Solarbranche, das die ISO 20400-Zertifizierung für nachhaltige Beschaffung erhielt. Dieser internationale Standard stellt sicher, dass ESG-Kennzahlen keine Randüberlegungen sind, sondern in den Kern jedes Kaufvertrags integriert sind. Die Führungsstrukturen erkennen nun potenzielle Verstöße, bevor Materialien in das Werk gelangen, und liefern so die verifizierten Nachweise, die Partner benötigen, um ihren eigenen Berichtspflichten nachzukommen.
Systematische Prüfung von Konfliktmineralien eliminiert 3TG-Beschaffungsrisiken in der Wertschöpfungskette
Für die Rückverfolgung von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (3TG) sind spezielle Kontrollmechanismen erforderlich, um eine ethische Beschaffung sicherzustellen. Mithilfe des Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) und des Responsible Mineral Assurance Process (RMAP) wurde eine 100-prozentige Abdeckung des identifizierten Lieferantenstamms erreicht. Es wurden keine Fälle registriert, in denen Mineralien aus Konfliktgebieten bezogen wurden, wodurch sichergestellt wurde, dass keine Einnahmen aus der Solarproduktion mit Gebieten mit hohem Risiko in Verbindung gebracht werden. Institutionelle Anleger betrachten diese granularen Daten als Voraussetzung für die Bankfähigkeit von Projekten, da sich die Integrität des Beschaffungssystems direkt auf den langfristigen Wert des Vermögenswerts auswirkt.
Digitale Schulungsprogramme orientieren 228 Upstream-Lieferanten an internationalen Compliance-Standards
Transparenz erfordert ein Engagement für den Kapazitätsaufbau, das über die erste Stufe der Wertschöpfungskette hinausgeht. Auf der e-Learning-Lieferantenplattform sind derzeit 228 Lieferanten registriert, die an speziellen Schulungen zu Arbeitsrechten und Umweltmanagement teilnehmen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer erreichte im letzten Geschäftsjahr 1.295 Sitzungen mit einzelnen Teilnehmern in 65 technischen Modulen. Die strategischen Ziele für 2028 sehen vor, 95 Prozent des gesamten Einkaufswerts von Lieferanten zu beziehen, die diese ESG-Kapazitätsaufbauprogramme abgeschlossen haben. Die Beibehaltung dieses Niveaus an digitaler Aufsicht ermöglicht es europäischen Entwicklern, die Auswirkungen ihrer Solarprojekte auf den Lebenszyklus präzise und nachvollziehbar zu berechnen.
Dies spiegelt einen umfassenderen Wandel in der Solarbeschaffung wider, bei der die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette, unterstützt durch eine umfassende Sorgfaltspflicht und standardisierte Beschaffungssysteme, zu einer wichtigen Voraussetzung für die Reduzierung regulatorischer Risiken wird.



