LONGi Hi-MO X10: Brandschutz-PV-Modul für zukunftssichere Installationen
LONGi präsentiert das Hi-MO X10 Brandschutz-PV-Modul, entwickelt für sicherheitskritische Gewerbe- und Wohnanwendungen. Mit HPBC 2.0 Zelltechnologie und einer mehrschichtigen Sicherheitsarchitektur erreicht das Modul bis zu 24,8% Effizienz und minimiert Risiken wie elektrische Lichtbögen und lokale Überhitzung.

Datum
March 17, 2026
Lesezeit
3
Minuten
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Nadine Bütow
Head of Corporate Communications, LONGi Distributed Generation Europe
nadinebuetow@longi.comLONGi hat das Hi-MO X10 Brandschutz-PV-Modul für dezentrale Solaranwendungen eingeführt. Es nutzt die Hybrid Passivated Back Contact (HPBC 2.0) Zelltechnologie der zweiten Generation und wurde entwickelt, um Brandrisiken wie Heißpunkte und Gleichstromlichtbögen zu minimieren. Es ist für sicherheitskritische Installationen konzipiert, darunter Lagerhäuser, Rechenzentren, Logistikeinrichtungen und gewerbliche Dächer sowie private PV-Anlagen.
Der Brandschutz wird durch eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur erreicht. Diese umfasst spezielle Stromableitungsstrukturen, eine verstärkte Abdichtung des Anschlusskastens zur Reduzierung von Lichtbogenfehlern, flammhemmende Materialien und hochtemperaturbeständiges Glas. Interne Labortests zeigten, dass das Modul unter kontrollierten Bedingungen Flammen von bis zu 1000 °C für bis zu 1,5 Stunden ausgesetzt wurde, ohne strukturelle Durchbrände zu erleiden. Dies deutet auf eine verbesserte Beständigkeit gegen Flammenpenetration im Vergleich zu herkömmlichen Modulkonstruktionen hin. Das Design zielt darauf ab, die Flammenpenetration zu verlangsamen und die Flammenausbreitung im Brandfall zu begrenzen. Darüber hinaus hat das Modul die Brandschutzklasse A von TÜV Rheinland erhalten und wurde mit der AAA-Zertifizierung für Brandschutz bei Verschattung ausgezeichnet, die die Kontrolle lokaler Überhitzung bei teilweiser Verschattung bewertet.
Die Verfügbarkeit des Moduls auf dem europäischen Markt wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
Integrierte Sicherheitsarchitektur mit Schutz gegen Heißpunkte, Lichtbögen und Flammenexposition
Die Sicherheitsarchitektur integriert Schutz auf Zell-, String- und Modulebene, um lokale Überhitzung und elektrische Lichtbögen zu adressieren. Eine wabenförmige Stromableitungsstruktur begrenzt die Bildung von Heißpunkten, während eine verstärkte Anschlusskastenabdichtung und Schweißkonstruktion das Risiko von Gleichstromlichtbogenfehlern reduziert. Kapselungs- und Anschlusskastenkomponenten verwenden flammhemmende Materialien, und das Modul verfügt über hochtemperaturbeständiges Frontglas, das für längere Flammenexposition ausgelegt ist. In internen Labortests unter kontrollierten Bedingungen wurde das Modul Flammen von bis zu 1000 °C für bis zu 1,5 Stunden ausgesetzt, ohne strukturelle Durchbrände.
Neben diesen Sicherheitsmerkmalen verwendet die Brandschutzversion 108 Halbzellen, unterstützt eine 1.500-V-DC-Systemarchitektur und arbeitet in einem Leistungsbereich von 580 W bis 630 W. Sie erreicht eine maximale Umwandlungseffizienz von 24,8 Prozent und eine durchschnittliche Massenproduktionseffizienz von über 24,5 Prozent. Das Modul hat einen Leistungstemperaturkoeffizienten von -0,26 %/°C und einen Betriebstemperaturbereich von -40 bis +85 °C. Das Produkt behält die Shading Optimizer- und Anti-Staub-Funktionen der Hi-MO X10-Familie bei und verfügt über eine 30-jährige Produkt- und Leistungsgarantie.
Internationale Prüfnormen und Zertifizierungen bestätigen Sicherheit und Leistung des neuen Moduls
Das Modul hat die Brandschutzklasse A von TÜV Rheinland für die Massenproduktion auf Modulebene erhalten. Es wurde außerdem von TÜV Rheinland mit der AAA-Zertifizierung für Brandschutz bei Verschattung ausgezeichnet, die die Kontrolle lokaler Überhitzung bei teilweiser Verschattung bewertet. Darüber hinaus wurde das Produkt von Chinas National Center of Supervision and Inspection for Solar PV Products (CPVT) auf Leistung und Sicherheit geprüft und entspricht internationalen Standardprüfungen gemäß IEC 61215 und IEC 61730.
Diese Entwicklung spiegelt den wachsenden Fokus im dezentralen Photovoltaikmarkt auf anwendungsspezifisches Moduldesign wider. Über Effizienzsteigerungen hinaus adressieren Hersteller zunehmend Betriebsrisiken wie Staubansammlung, Verschattungsverluste, strukturelle Einschränkungen und Brandschutz.
Brandgefahr: Ein seltenes, aber schwerwiegendes Risiko in Photovoltaikanlagen
Forschungen zeigen, dass PV-bedingte Brände zwar selten sind, aber schwerwiegende Folgen haben können. Laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE wird die Wahrscheinlichkeit eines gebäudeschädigenden PV-Brandes auf etwa 30 Fälle pro eine Million installierte Systeme pro Jahr geschätzt. Untersuchungen identifizieren DC-Lichtbögen und lokale Überhitzung als die häufigsten technischen Ursachen, was die Bedeutung von Moduldesigns unterstreicht, die elektrische Fehler und thermischen Stress mindern. Das Hi-MO X10 Brandschutz-PV-Modul wurde entwickelt, um diese Risiken durch eine integrierte Sicherheitsarchitektur zu mindern, die elektrische Lichtbögen, lokale Überhitzung und Beständigkeit gegen Flammenpenetration adressiert.
Charles Jiang, Global President von LONGi Distributed Business, sagte, dass PV-bedingte Brände typischerweise seltene, aber schwerwiegende Ereignisse sind. „Die verfügbare Forschung zeigt, dass solche Vorfälle relativ selten sind, aber wenn sie auftreten, können sie zu erheblichen Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Wertverlusten führen. Deshalb bleibt Sicherheit eine grundlegende Anforderung für langfristige Stromerzeugung und Projektrenditen.“
Das Modul wurde auf der 19. China International Solar Utilization Conference and Exhibition (SUCE) am 9. März 2026 vorgestellt.
